Rezension
Stonehenge for Eternity
Hatte Pictures of Asias ein breites Spektrum zu bieten von ruhigen Titeln bis hin zu heftigeren, mit manchmal etwas schräg kreischenden Gitarren, ist die zweite Scheibe von Jean-Luc Hervé Berthelot fast durchweg sehr ruhig. Lediglich bei The flight of Merlin (ja, der von Killaraus nach Salisbury), geht unter heftigem Drum-Einsatz etwas weniger ruhig von statten. Ja, und die Gitarren dürfen beim Abschlußtitel Stonehenge for Eternity ein bisschen für die Ewigkeit kreischen - aber dezent das. Selbst die 5 Giganten tanzen zu eher ruhigeren Klängen. Daß Sunrise und - down sowie Moonrise und -down (übrigens die 2., 3., 4., und 1. Stationssteine) in ruhiger Atmosphäre vor sich gehen, ist überrascht nicht.
Tales mag die analogen, nicht immer ganz glattgeschliffenen Klänge - allein das sorgt schon dafür, daß sich diese CD von Klang von den meisten anderen neueren Veröffentlichungen abhebt. Ruhige Musik ja - aber ohne Weichspüler. Und der gute Mann hat zweifelsohne musikalisch was auf dem Kasten.
Mit dieser CD steigt Tales endgültig in die Gruppe der Leute auf, die ich zur Spitzengruppe der EM-Musiker zählen würde. Wieder eine CD, die ich nur empfehlen kann.